Kontinuität und Erfahrung: Tanja Nachtigall übernimmt Bereichsleitung Hochschulbau Nürnberg
Amtsübergabe am Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg27.04.2026-020
Am 24. April 2026 wurde im Rahmen einer feierlichen Amtsübergabe die neue Bereichsleiterin Hochschulbau Nürnberg am Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg offiziell in ihr Amt eingeführt. Zum 1. Februar 2026 hat Tanja Nachtigall ihren Dienst als Bereichsleiterin Hochschulbau Nürnberg am Bauamt angetreten. Ihr Vorgänger Matthias Franz trat am 1. Februar 2026 seine neue Position als Baureferent der Stadt Ingolstadt an.
„Matthias Franz hat in den vergangenen Jahren im Staatlichen Hochschulbau mit großem Einsatz, enormem Fachwissen und viel Verantwortungsbewusstsein deutliche Spuren hinterlassen und bei der Steuerung wichtiger Bauvorhaben Maßstäbe gesetzt“, so Bayerns Bauminister Christian Bernreiter, vor Ort vertreten von Amtschef Dr. Thomas Gruber: „Umso mehr freut es mich, dass mit Tanja Nachtigall der Hochschulbau Nürnberg weiterhin bestens für die Zukunft aufgestellt ist. Mit ihrer Erfahrung und Entschlossenheit ist sie die ideale Besetzung für diese Führungsposition.“
Tanja Nachtigall hat ihr Fach von Grund auf erlernt. Nach ihrer Ausbildung zur Bauzeichnerin und dem anschließenden Architekturstudium war sie zunächst am Projekt „Tiger“ beim Staatlichen Bauamt Nürnberg tätig. Nach dem Referendariat übernahm sie die Leitung einer Liegenschaftsabteilung am Staatlichen Bauamt Bayreuth in Oberfranken. Es folgte eine Tätigkeit bei der Landesbaudirektion, wo sie die Fachaufsicht über Baumaßnahmen der Bundeswehr in Nordbayern innehatte. Vor rund fünf Jahren wechselte sie an das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg und war dort als Abteilungsleiterin sowie stellvertretende Bereichsleiterin maßgeblich am Projekt UTN beteiligt. Mit der Übernahme der Bereichsleitung bringt sie umfassende Kenntnisse und Erfahrung mit. Ihr Verantwortungsbereich erweitert sich zudem um weitere Hochschulen, darunter die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm sowie die Nürnberger Liegenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Matthias Franz begann seine Laufbahn nach einer Tätigkeit in einem Architekturbüro und dem Referendariat im Jahr 2013 am Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg und damit in der Bayerischen Staatsbauverwaltung. 2019 wechselte er in das damals neu gegründete Staatsministerium für Wohnen, Bauen und Verkehr, bevor er 2021 an die Bayerische Staatskanzlei ging. In seiner beruflichen Laufbahn lag ein besonderer Schwerpunkt auf Hochschulbauten, sowohl im Instituts- als auch im Klinikbereich. Insbesondere am Ministerium gehörten die fachliche Betreuung und Genehmigung der bayerischen Universitätskliniken zu seinen zentralen Aufgaben. In der Staatskanzlei lagen seine Themenschwerpunkte zudem im Wohnungswesen, der Städtebauförderung sowie im staatlichen Bauwesen. In Nürnberg war die bauliche Entwicklung der Technischen Universität Nürnberg (UTN) ein herausragendes Projekt. Mit der Einweihung des „Cube One“ konnte dort das erste Gebäude auf dem neuen Hochschulcampus bezogen werden. Aktuell laufen die Vorbereitungen für weitere Bauabschnitte, unter anderem durch Kampfmittelräumung und Erschließungsmaßnahmen.
Das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg ist eines von insgesamt 22 Bauämtern in Bayern. Im Regierungsbezirk Mittelfranken übernehmen drei Bauämter – Ansbach, Nürnberg und Erlangen-Nürnberg – die Aufgaben der Bayerischen Staatsbauverwaltung vor Ort. Mit seinen vielfältigen Bauprojekten ist das Staatliche Bauamt ein bedeutender Auftraggeber für die Bauwirtschaft sowie für freiberuflich Tätige in der Region und darüber hinaus.
Das Bauamt betreut in den Bereichen Hochbau sowie Hochschulbau Erlangen und Nürnberg die Liegenschaften des Freistaats Bayern. Vom Amtssitz in Erlangen und den beiden Dienststellen in Nürnberg aus umfasst der Zuständigkeitsbereich die Städte Nürnberg, Erlangen, Fürth und Schwabach sowie die Landkreise Nürnberger Land, Erlangen-Höchstadt, Fürth und Roth. Das Aufgabenspektrum reicht von Hochschulbauten für die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, das Universitätsklinikum Erlangen, die Technische Hochschule Nürnberg sowie die Technische Universität Nürnberg bis hin zu Bauprojekten in den Bereichen Innere Sicherheit, Justiz, Kultur und Soziales sowie kirchlichen Gebäuden in staatlicher Baupflicht.
Rund 220 Beschäftigte arbeiten am Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg. Als technische Behörde sind vor allem Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Technikerinnen und Techniker tätig. Als Projektsteuerer und Gesamtplaner deckt das Bauamt sämtliche Fachdisziplinen ab, darunter Hoch- und Tiefbau, Ingenieurbau, technische Gebäudeausrüstung sowie Elektrotechnik. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch Querschnittsbereiche wie Recht, Vertragswesen, Verwaltung und IT.
Mit einem jährlichen Bauvolumen von durchschnittlich 150 Millionen Euro ist das Staatliche Bauamt ein bedeutender Auftraggeber für die regionale Bauindustrie. Durch die Betreuung herausragender Projekte im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie im Bereich Justiz und bei Objekten der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung – wie der Kaiserburg Nürnberg oder der Cadolzburg – ist das Bauamt zudem ein attraktiver und vielseitiger Arbeitgeber mit anspruchsvollen Aufgaben in der Region.
Anlagen: 2 Fotos
Bild 1: Tanja Nachtigall (YM-Fotografie Yvonne Meiling, Fürth)
Bild 2: Matthias Franz (Photo Porst Ingolstadt)
