Betreuungsverein; Beantragung der Anerkennung

Ein Betreuungsverein der Menschen aufgrund gerichtlicher Anordnung betreut und rechtlich vertritt, muss staatlich anerkannt werden.

Beschreibung

Betreuungsvereine übernehmen im Betreuungswesen eine wichtige Aufgabe. Sie bemühen sich u. a. darum, ehrenamtliche Betreuerinnen, Betreuer und diverse Betreuer*innen zu gewinnen, sie in ihre Aufgaben einzuführen und fortzubilden sowie Bevollmächtigte bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu beraten und zu unterstützen. Sie informieren auch planmäßig über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen.

Für Sie zuständig

  • Regierung von Mittelfranken - Sachgebiet 13 - Soziales und Jugend

    Ansprechpartner
    Betreuungsverein (Anerkennung)
    Telefon +49 (0)981 53-1278
    Fax +49 (0)981 53-1456
    E-Mail

    Hausanschrift
    Promenade 27
    91522 Ansbach
    Postanschrift
    Postfach 606
    91511 Ansbach
    Telefon +49 (0)981 53-0
    Fax +49 (0)981 53-1456

Voraussetzungen

Ein rechtsfähiger Verein kann als Betreuungsverein anerkannt werden, wenn er gewährleistet, dass er

  • eine ausreichende Zahl geeigneter Mitarbeiter hat und diese beaufsichtigen, weiterbilden und gegen Schäden, die diese anderen im Rahmen ihrer Tätigkeit zufügen können, angemessen versichern wird,
  • sich planmäßig um die Gewinnung ehrenamtlicher Betreuer bemüht, diese in ihre Aufgaben einführt, sie fortbildet und sie, sowie Bevollmächtigte bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben berät und unterstützt,
  • planmäßig über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen informiert,
  • einen Erfahrungsaustausch zwischen den Mitarbeitern ermöglicht.

Darüber hinaus muss die Leitung der Betreuungsarbeit einer oder mehreren nach Ausbildung oder Berufserfahrung geeigneten Fachkräften übertragen werden, die nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis oder einer anderen engen Beziehung zu Einrichtungen stehen, in denen Personen, für die ein/e Mitarbeiter*in/diverser Mitarbeiter des Vereins als Betreuer*in/diverser Betreuer bestellt ist, untergebracht sind oder wohnen.

Der Betreuungsverein muss sich verpflichten, der Anerkennungsbehörde jährlich einen Tätigkeitsbericht vorzulegen, der insbesondere Auskunft über Zahl und Art der übernommenen Betreuungen sowie die Zahl der vom Verein in ihre Aufgaben eingeführten, fortgebildeten und beratenen ehrenamtlichen Einzelbetreuer*innen/diversen Einzelbetreuern gibt und Kosten sowie Finanzierung der Verwaltungs- und Betreuungsarbeit darstellt.

Verfahrensablauf

Sie können den Antrag mit einem formlosen Schreiben an die Regierung senden in deren Bezirk der Verein seinen Sitz hat.

Besondere Hinweise

  • Die Anerkennung kann räumlich begrenzt werden.
  • Die Anerkennung ist widerruflich und kann unter Auflagen erteilt werden.
  • Es ist jährlich ein Tätigkeitsbericht vorzulegen.
  • Über die genannten Pflichtaufgaben hinaus kann auch im Einzelfall bei der Errichtung von Vorsorgevollmachten beraten werden.

Erforderliche Unterlagen

Formulare

  • Formloser Antrag (mit Unterschrift) - Dieser Assistent unterstützt Sie bei der Erstellung eines formlosen Schreibens, wenn die zuständige Stelle kein Antragsformular zur Verfügung stellt.
  • Tätigkeitsbericht Betreuungsgesetz (BtG) nach Art. 3 Nr. 2 des Gesetzes zur Ausführung des Betreuungsgesetzes (AGBtG)

Kosten

keine

Stand: 06.10.2020
Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (siehe BayernPortal)