
Größe: 5,4 ha
Lage: zwischen Hirschlach und Heglau, 0,4 km östlich von Hirschlach
Der Heglauer Wasen befindet sich östlich Hirschlach am nördlichen Rand des Altmühltales.
An der Terrassenstufe austretende Schichtquellen haben zu einer starken Vernässung des Standortes geführt. Zentral sind kleinseggenreiche Flachmoore und Pfeifengraswiesen ausgebildet, randlich gehen diese in seggen- und krautreiche Nasswiesen, Mädesüß-Hochstaudenfluren, Seggenriede und Röhrichte über. Im Hoch- und Spätsommer gelangen Feuchtstauden wie die Wald-Engelwurz mit ihren imposanten, weiß-rötlichen Blütendolden zur vollen Geltung. Auf der Fläche verteilt finden sich einzelne Holundersträucher, Weidengebüsche und Einzelbäume.
Das Gebiet diente früher als Rinder- und Schafweide, teils auch in Kombination mit einer Herbstmahd zur Gewinnung von Stall-Einstreu. Als wertvolle Streu-, aber schlechte Futterpflanze gilt insbesondere das Pfeifengras, dessen knotenlose Halme früher auch zur Reinigung langstieliger Tabakspfeifen verwendet wurden. In den 1960er Jahren fiel das Gebiet brach, bis 1980, wie auch am Kappelwasen, wieder eine regelmäßige Pflegemahd durch Naturschutzverbände eingeführt wurde. Zur Schonung der empfindlichen Feuchtstandorte wird dabei das Schnittgut oftmals per Hand von zahlreichen freiwilligen Helfern abgeräumt.
Jahreszeitlich besonders schöner Aspekt: Blüte der Flachmoore und Nasswiesen im Frühsommer und der Hochstauden im Hoch- und Spätsommer.
Infos: FFH-Faltblatt „Obere Altmühl mit Brunst-Schwaigau und Wiesmet“.
Erreichbarkeit ÖPNV: Von Montag bis Freitag mit der Buslinie 736 vom Bahnhof Ansbach nach Ornbau, dann 15 Min. Fußweg. Am Wochenende bis Bahnhof Triesdorf, dann 60 Min. Fußweg.
Zuletzt geändert am 23.11.2011.
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