
OHRIS ist das Managementsystem der Bayerischen Staatsregierung für mehr Gesundheit bei der Arbeit und Sicherheit technischer Anlagen.
Entwickelt wurde es in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, um den Arbeitsschutz in den Betrieben zu verbessern und wirtschaftlicher zu gestalten. Ein Grundgedanke von OHRIS ist, dass die Mitarbeiter in erheblichem Maß den Erfolg eines Unternehmens mit bestimmen. Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten fördern deren Motivation, Leistungsfähigkeit und Kreativität. Sie tragen in besonderem Maß zu einem positiven Arbeitsklima bei.
Am wirkungsvollsten und am nachhaltigsten werden der Arbeitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten mit einem Managementsystem in die Strukturen und Abläufe eines Unternehmens eingebunden. Betriebe, die dies erkannt haben, verknüpfen deshalb ihr Qualitätsmanagementsystem mit einem Arbeitsschutzmanagementsystem. Sie vermeiden dadurch Störungen im Betriebsablauf, die beispielsweise durch Unfälle, arbeitsbedingte Erkrankungen und Schadensfälle entstehen, und verbessern damit ihr Betriebsergebnis. In Zeiten zunehmender Eigenverantwortung der Unternehmen schafft das Managementsystem die Vorraussetzung, dass die Firmen ihren gesetzlichen Verpflichtungen effizienter nachkommen und damit auch ein höheres Maß an Rechtssicherheit erreicht wird.
Mit der Revision „OHRIS:2005“ wurde das Bayerische Arbeitsschutzmanagementsystem an die aktuellen Entwicklungen im Bereich ISO 9001:2000 und ISO 14001:2004 angepasst und dabei die einfache Integrierbarkeit von OHRIS in vorhandene Qualitätsmanagementsysteme weiter verbessert (Verknüpfungstabellen). Das Ergebnis wurde in der Publikation „Das OHRIS-Gesamtkonzept“ veröffentlicht. Diese Veröffentlichung bietet in einem Werk alle erforderlichen Hinweise und Hilfsmittel für die Einführung und die Anwendung eines betrieblichen Arbeitsschutzmanagementsystems.
Interessierte Unternehmen werden auf Wunsch bei der Einführung eines solchen Managementsystems durch die Gewerbeaufsichtsämter kostenlos unterstützt. Nach einer selbstverständlich freiwilligen und kostenfreien Systemprüfung durch die Gewerbeaufsichtsämter erhalten diese Betriebe eine Bestätigung in Gestalt eines OHRIS-Zertifikats.
Die Einführung von OHRIS kann aber auch ohne ein bereits bestehendes Managementsystem erfolgen. Dies ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen wichtig. Um diese zu ermutigen, ein Arbeitsschutzmanagementsystem einzuführen, wird die finanzielle Förderung zur Einführung von OHRIS in Unternehmen mit 10 bis 250 Beschäftigten durch den Freistaat Bayern bis auf weiters fortgesetzt. Das Unternehmen erhält einen einmaligen Zuschuss in Form eines Festbetrags von 5.000 € (im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel) für seine Aufwendungen bei der Einführung des betrieblichen Arbeitsschutzmanagementsystems. Nach Einführung und Anerkennung des Systems durch die Gewerbeaufsicht kann die Förderung durch das jeweilige Unternehmen beantragt werden.
OHRIS entspricht allen nationalen und internationalen Standards im Bereich der Arbeitsschutzmanagementsysteme.
Betriebsliste von bereits zertifizierten Unternehmen in Mittelfranken (PDF-Dokument)
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