Mit den nachfolgenden Links gelangen Sie direkt zu den Menüpunkten Suche, Hauptnavigation oder zum Inhaltsbereich der jeweiligen Seite.

Die Suche erreichen Sie auch durch das Tastaturkürzel alt+i, die Hauptnavigation mit den Tasten alt+h, den Inhaltsbereich mit den Tasten alt+t sowie den Seitenanfang mit den Tasten alt+a.

Der Klick auf das Bayerische Staatswappen öffnet ein neues Browserfenster und Sie gelangen zum Auftritt der Bayerischen Staatskanzlei.
Grafik mit Quadraten
|
Startseite
|
Inhaltsverzeichnis
|
Impressum
|
Suche
|
Aufgaben
|
Bürgerservice
|
Wir über uns
|
Mittelfranken
|
Presse
|
Suche
|
Willkommen bei der Regierung von Mittelfranken - Bereich Umwelt, Gesundheit, Verbraucherschutz

Zurück zum Seitenanfang

Ansprechpartnerin:

Frau Dr. med.
Susanne Schmoll
-Erreichbarkeit
-E-Mail
Tel:
0981/531798
Fax:
0981/531507

Ansprechpartner

Herr Dr. med.
Helmut Hartmann
Sachgebietsleiter
-Erreichbarkeit
-E-Mail
Tel:
0981/531241

Gesundheitswesen
Fachberatung Tuberkulose und Hygiene

Die Regierung von Mittelfranken unterstützt die Gesundheitsämter fachlich beratend auf dem Gebiet der Tuberkulosefürsorge und der Hygiene (Wasser-, Infektions- und Krankenhaushygiene).

Fachberatung Tuberkulose

Allgemeines/Aktuelle Situation

Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch eine Gruppe von Bakterien aus dem sogenannten Mycobakterium-tuberculosis-Komplex verursacht wird und sich in erster Linie als Lungenerkrankung (Lungentuberkulose) manifestiert. Die Übertragung von Tuberkulose-Bakterien erfolgt vor allem durch Einatmen von Tröpfchen(kernen), welche von infizierten Personen insbesondere beim Husten oder Niesen freigesetzt werden.

Die Tuberkulose gehört mit jährlich etwa 9,6 Millionen Neuerkrankungen und geschätzten 1,5 Millionen Todesfällen zu den häufigsten Infektionserkrankungen bzw. Todesursachen weltweit. Die meisten Tuberkulose-Erkrankungen kommen im asiatischen Raum, vor allem in Indien und China, sowie im tropischen und südlichen Afrika vor. Doch auch in Osteuropa sind die Erkrankungszahlen alarmierend. Beunruhigend ist auch die weltweit steigende Zahl von multiresistenten Stämmen, das heißt von solchen Bakterien, die auf die meisten Medikamente nicht ansprechen und damit eine Therapie massiv erschweren oder nahezu unmöglich machen.

Seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Januar 2001 werden zahlreiche Merkmale für jeden Tuberkulose-Patienten erhoben und von den Gesundheitsämtern in Deutschland anonymisiert über die jeweilige Landesstelle der Bundesländer an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt. Hier werden die bundesweiten Daten ausgewertet und die Ergebnisse jährlich im „Bericht zur Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland“ dargestellt.

Im Oktober 2017 erschien der „Bericht zur Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland“ für das Jahr 2016“. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 5.915 Tuberkulosen registriert, dies entspricht einer Inzidenz von 7,2 (Häufigkeit von Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner). Damit blieb die Zahl gegenüber dem Vorjahr (5.828 Fälle, Inzidenz 7,1) annähernd unverändert. Die Analyse der demografischen Daten zeigt, dass Männer häufiger an einer Tuberkulose erkranken als Frauen. Nachdem die Tuberkulose in Deutschland einige Jahre stagnierte ist seit 2015 wieder ein deutlicher Zuwachs zu beobachten. Der deutliche Anstieg der Erkrankungszahlen geht auch in erster Linie auf die aktive Fallfindung durch die Gesundheitsämter bei der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchung von Asylsuchenden (Screening zum Ausschluss einer ansteckungsfähigen Lungentuberkulose) zurück. Viele Asylsuchende kommen aus Ländern mit hohen Tuberkuloseraten und haben daher ein höheres Erkrankungsrisiko. Der Anstieg der Tuberkuloseerkrankungen wird demnach auch durch die gegenwärtigen Migrationsbewegungen beeinflusst.

Besorgniserregend ist zudem der Anstieg des Anteils an multiresistenten Tuberkulosen (sog. MDR-TB = multi-drug-resistant tuberculosis mit mindestens gleichzeitiger Resistenz gegenüber den Medikamenten Isoniazid und Rifampicin).

Der Anteil von Erkrankungen durch multiresistente Stamme lag im Jahr 2016 bei 2,7 % (104 Falle) und ist damit etwas niedriger als im Vorjahr (2015: 3,1 %, 123 Falle). Unter den in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion (NUS) geborenen Patienten war der Anteil an MDR-TB am höchsten (15,3 % vs. 1,0 % bei in Deutschland geborenen Patienten).

Bei fast der Hälfte der MDR-TB Fälle bestanden mehrere Resistenzen gegenüber Zweitrangmedikamenten, darunter befanden sich fünf Falle mit extensiv resistenter Tuberkulose (XDR-TB = extensively-drug-resistant tuberculosis; ausgeweitete Resistenzen gegenüber verschiedenen Zweitrangmedikamenten).

Quelle: „ Bericht zur Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland für 2016“ (RKI )

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes

Gemäß Infektionsschutzgesetz ist es Aufgabe des Gesundheitsamtes die Weiterverbreitung der Tuberkulose zu verhindern und die Infektionsquelle zu suchen. Daher ist eine Untersuchung von Kontaktpersonen eines Erkrankten als auch eine Aufnahmeuntersuchung von Asylsuchenden erforderlich. Darüber hinaus begleiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter einen Menschen mit ansteckungsfähiger Lungentuberkulose von der Meldung bei Diagnosestellung und dem Beginn der Therapie bis zum Abschluss der Behandlung. Da für die behandelnden Ärzte eine Meldepflicht an das Gesundheitsamt besteht, falls behandlungspflichtige Tuberkulose-Kranke die Behandlung abbrechen oder verweigern, ermöglicht dies den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes auch dort einzugreifen, wo bei der Tuberkulose-Behandlung Risiken und Probleme auftreten. Diese Arbeit wird fachlich durch die Regierung von Mittelfranken begleitet.

Rechtliche Grundlagen

Weiterführende Informationen/externe Links

Fachberatung Hygiene

Allgemeines/Aktuelle Situation

Das Fachgebiet der Hygiene befasst sich schwerpunktmäßig mit der Prävention von Infektionen und umweltbedingten Gesundheitsrisiken. Häufig liegt im Zentrum der medialen Beobachtung die Hygiene in medizinischen Einrichtungen.  Die in Gesundheitseinrichtungen erworbenen (sogenannten nosokomialen) Infektionen belasten den Erfolg medizinischer Maßnahmen. Infektionen mit antibiotikaresistenten Erregern nehmen deutlich zu und stellen ein weltweites Problem dar. Nosokomiale Infektionen können nicht vollständig vermieden werden, lassen sich jedoch durch Hygienemaßnahmen verringern.

Maßgebliche Vorgaben finden sich im „Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz-IfSG). Es verpflichtet alle Länder zum Erlass von einheitlichen Hygieneverordnungen. In Bayern trat daher die „Verordnung zur Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedHygV)“ am 1. Januar 2011 in Kraft. Mit der zum damaligen Zeitpunkt bundesweit strengsten, umfassendsten und modernsten Hygieneverordnung aller deutschen Länder war Bayern Vorreiter in Sachen Hygiene. Seither wird Gesetz und Verordnung regelmäßig überprüft und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die aktuelle Anpassung dieser Verordnung wurde zum 1. Januar 2017 rechtskräftig.

Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes

Teil des Konzeptes zur Verbesserung der Hygiene im Gesundheitswesen ist die Intensivierung der infektionshygienischen Überwachung durch die Gesundheitsämter vor Ort. Tragende Elemente sind dabei die turnusmäßig erfolgende Regelüberwachung, die anlassbezogene Überwachung im Falle gemeldeter Missstände und die Schwerpunktüberwachung. Im Rahmen der jährlich wechselnden Schwerpunktprojekte werden bestimmte Bereiche (wie z.B. Intensivstationen, Notaufnahmen, Entbindungseinheiten in Krankenhäusern oder ambulante Operierer) als auch ausgewählte Prozesse (Händehygiene, Reinigungs- und Desinfektions-maßnahmen) systematisch geprüft. Damit kann Verbesserungspotenzial in der Hygiene er-kannt und vor Ort umgesetzt werden. Diese Arbeit wird fachlich durch die Regierung von Mittelfranken begleitet.

Rechtliche Grundlagen

Weiterführende Informationen/externe Links

Weitere Themen aus dem Bereich Humanmedizin

Zuletzt geändert am 14.06.2018.

Fränkischer Wappenschild, durch einen Klick gelangen Sie zurück zum Seitenanfang | Seitenanfang | Suche | Impressum und Datenschutzerklärung | Kontakt | © Regierung von Mittelfranken, Promenade 27, 91522 Ansbach