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Mittelfränkische Integrationspreise 2018 von Integrationsminister Joachim Herrmann in Nürnberg überreicht

(Pressemitteilung vom 09.10.2018)

Bayerns Integrationsminister Joachim Herrmann und Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer überreichten heute die Mittelfränkischen Integrationspreise in Nürnberg.

Der 1. Preis mit einem Preisgeld von 2.500 Euro geht an die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Zirndorf mit der „Asylgruppe Zirndorf“. Die Asylgruppe Zirndorf konnte dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Durch ehrenamtliche Helfer angeleitet, wird Flüchtlingen in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung Bayern – Dienststelle Zirndorf – Hilfe und Unterstützung in ihren Lebenssituationen angeboten. Dabei wird die besondere Situation der jeweils neu angekommenen Flüchtlinge und ihre kurze Aufenthaltsdauer in Zirndorf berücksichtigt. Das Motto der Asylgruppe lautet deshalb „Heimat auf Zeit“.

Den 2. Preis mit einem Preisgeld von 1.500 Euro erhielt das bfz Nürnberg für seine „Job-Stammtische für Geflüchtete“. Zentrale Aufgabe der Job-Stammtische ist es in erster Linie, geflüchtete, arbeitssuchende Menschen mit Arbeitgebern vor Ort zusammen zu bringen. Die Unternehmensvertreter kommunizieren dabei, unter welchen konkreten Voraussetzungen man bei ihnen einen Job bekommen kann. Bereits in den Arbeitsmarkt integrierte Teilnehmer berichten aus erster Hand von ihrem erfolgreichen Weg in den Job. Der Rahmen für die Veranstaltung ist bewusst informell gestaltet, um Kommunikationshemmnisse möglichst gering zu halten.

Eva-Maria Brütting und Friedrich Wittig aus Fürth erhielten den 3. Preis mit einem Preisgeld von 1.000 Euro mit ihrem Projekt „Haus Frieden in Zirndorf“. Da es geflüchtete Familien, v. a. Großfamilien und Behinderte, auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben, wurde von den Preisträgern ein geeignetes Haus in Zirndorf erworben und so umgebaut, dass zwei 7-köpfige Familien und eine Familie mit einem Rollstuhlfahrer darin in Würde leben können.

„Integration ist in Bayern eine Erfolgsgeschichte“, stellte Staatsminister Joachim Herrmann gleich zu Beginn der Veranstaltung fest. Dazu trägt auch die vorbildliche Arbeit der vielen Ehrenamtlichen bei. Mit den Integrationspreisen will die Staatsregierung dieses wichtige Engagement anerkennen und fördern. „Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir nur gemeinsam meistern können! Das Wirken all der Integrationshelfer kommt damit unserer gesamten Gesellschaft zugute“, mit diesen Worten würdigte Integrationsminister Herrmann die herausragenden Initiativen und bedankte sich für das vorbildliche Engagement der Preisträger.

Richard Linz von der Stadt Fürth, Integrationsmanager und Gesamtkoordinator der Stadtteilnetzwerke, griff in seinem Vortrag „Die Rolle der Integrationslotsen am Beispiel der Stadt Fürth“ wichtige Aspekte für das Gelingen des Integrationsprozesses auf. Seit 2017 zählt die Tätigkeit der Integrationslotsen zum Aufgabenbereich der Stadt Fürth und hat sich seitdem erfolgreich etabliert. Mit Hilfe der Integrationslotsen ist es möglich, sich fortlaufend einen Überblick der Ehrenamtsprojekte zu verschaffen und den spezifischen Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung in den einzelnen Bereichen sichtbar zu machen.

Die Verleihung der Mittelfränkischen Integrationspreise wurde aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums des Innern und für Integration ermöglicht. Auch in diesem Jahr konnten wieder besonders gelungene, nachhaltige und erfolgversprechende Integrationsprojekte mit einem Gesamtbetrag von 5.000 Euro ausgezeichnet werden. Allen Projekten gemeinsam ist das überwiegend ehrenamtliche Engagement der Akteure, welches große Wertschätzung verdient. Mit der Verleihung des Mittelfränkischen Integrationspreises wurde den Initiatoren und den Ausführenden für ihre Ideen, ihren Einsatz und ihre Freude an der Arbeit im Interesse einer gelingenden Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ein aufrichtiger Dank ausgesprochen.

Anlage: Fotos (Quelle: Regierung von Mittelfranken)

Bild 1: Bayerns Integrationsminister Joachim Herrmann
Bild 2: v.l.n.r. Mostafa Idhmad und Thomas Shane (bfz), Eva-Maria Brütting und Friedrich Wittig (3. Preis), Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer, Erwin Bartsch Asylgruppe Zirndorf (1. Preis), Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann, Sabiha Leineweber (bfz), Wolfgang Braun (bfz Geschäftsführer) und Martin Witte (bfz) (2. Preis)




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Zuletzt geändert am 09.10.2018.

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