(Pressemitteilung vom 04.03.2010)
Eine erfolgreiche Bilanz konnte die Regierung von Mittelfranken für das vergangene Jahr ziehen. Über 2 Mio € an Fördergeldern flossen für den Erhalt der außergewöhnlichen Vielfalt der mittelfränkischen Natur und für Umweltbildung:
1. Im Rahmen des Landschaftspflege- und Naturparkprogramms des Bayer. Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit wurden rund 1.290.000 € bewilligt, etwa die Hälfte davon kommt von der Europäischen Union. Gefördert wurden beispielsweise die Pflege schutzwürdiger Biotope, die Anlage von Hecken und Streuobstbeständen, Felsfreistellungen, Entbuschungen, Amphibienschutzmaßnahmen und die Pflege von Magerrasen.
2. Rund 400.000 Euro, davon rund 40 % von der EU, flossen in die Umsetzung der Bayerischen Biodiverstitätsstrategie. Darunter befanden sich neue Kooperationen zu seltenen Lebensräumen, wie die mit der Deutschen Bahn im Stadtgebiet Nürnberg oder zu alten Obstsorten und deren Pflege und Vermarktung in Schwabach. Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen konnte der Umweltpakt "Naturverträglicher Steinabbau" geschlossen werden. Nicht zuletzt wurden auch Artenhilfsprojekte wie für den Feuersalamander oder auch für nur in Franken beheimatete Pflanzenarten, wie Doldiges Winterlieb (Bild 1), Borstige Glockenblume (Bild 2) oder Steppen-Greiskraut und für das Deutschland weit einzige Vorkommen des Rötlichen Laichkrauts (Bild 3), ein Schwimmblattgewächs im Aischgründer Teichgebiet, ins Leben gerufen.
3. In den vier Naturparks in Mittelfranken – Altmühltal, Frankenhöhe, Fränkische Schweiz- Veldensteiner Forst und Steigerwald – konnten Instandsetzungsarbeiten an Erholungseinrichtungen, Beschilderung und Maßnahmen zur naturverträglichen Erholungsnutzung mit insgesamt rund 80.000 € aus Landesmitteln gefördert werden. Managementpläne für Natura 2000 Gebiete wurden mit rund 157.000 € finanziert, etwa die Hälfte davon aus EU-Mitteln.
4. Für Naturschutzprojekte, z.B. die Renaturierung des Schweinebachs bei Neustadt/Aisch, konnten im Rahmen des EU-Förderprogramms Leader Mittel in Höhe von 25.900 € eingesetzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt war die Pflege der Naturschutzgebiete und die Vergabe von Betreuungsverträgen für BayernNetzNatur-Projekte, wie z.B. die Bachmuschel-Projekte im südlichen Steigerwald und bei Weißenburg.
5. Die Umweltbildung und die Förderung der Umweltstationen stellen in Mittelfranken zwei wichtige Pfeiler für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft und die Erklärung ökologischer Zusammenhänge dar. Sie wurden mit insgesamt etwa 294.000 € aus Landesmitteln gefördert.
Regierung von Mittelfranken auch Bayern weit tätig
Die Regierung von Mittelfranken war außerdem für die Bewirtschaftung der Landesmittel dreier Projekte zuständig, deren Umsetzung über die Grenzen des Regierungsbezirks hinaus, Bayern weit, erfolgte:
a) Für die Förderung des Projekts "Kooperativer Naturschutz konkret - die Umsetzung von Natura 2000 und BayernNetzNatur in Bayern" wurden der Koordinationsstelle des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege rund 46.400 € ausbezahlt.
b) Für das Management des Projektes "Bayerns Ureinwohner - Projekt zur Begleitung der bayerischen Biodiversitätsstrategie durch die Landschaftspflegeverbände" waren es rund 45.000 € an Fördermitteln.
c) Die Regierung von Mittelfranken finanzierte auch die 17 Bayern weiten Umsetzungsprojekte der Landschaftspflegeverbände zu "Bayerns Ureinwohner" (www.bayerns-ureinwohner.de) aus dem Jahr 2008 in Höhe von rund 180.000 €. Die Landesmittel wurden vom Bayerischen Landtag zur Verfügung gestellt.
Anlagen:
Bild 1 (Doldiges Winterlieb)
Bild 2 (Borstige Glockenblume)
Bild 3 (Rötliches Laichkraut)
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