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Herr Kiermeier
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Bekämpfung des Schwammspinners und des Eichenprozessionsspinners in den Wäldern

(Pressemitteilung vom 20.01.2010)

Die Regierung von Mittelfranken hat eine Anordnung zur Überwachung und Bekämpfung des Schwammspinners und des Eichenprozessionsspinners in den Wäldern erlassen. Danach werden Eichenwälder (Rein- und Mischbestände) im gesamten Regierungsbezirk Mittelfranken zu Gefährdungs-
und Befallsgebieten dieser Schädlinge erklärt.

Die Eigentümer und Nutzungsberechtigten derartiger Wälder haben diese auf den Befall durch Eichenprozessionsspinner und Schwammspinner hin zu überwachen. Nähere Informationen hierzu können bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Untere Forstbehörde) eingeholt werden. Dort ist auch unverzüglich ein erkennbarer oder festgestellter Befall durch die Raupen dieser Nachtschmetterlinge zu melden.

Eine wirksame Bekämpfung dieser Schädlinge in den Wäldern ist nur in einer relativ kurzen Zeitspanne von Anfang Mai bis Ende Juni - je nach Witterung - durch Ausbringung eines zulässigen Pflanzenschutzmittels in der Regel aus der Luft per Hubschrauber möglich. Gesicherte Prognosen über das Ausmaß der Befallsgebiete und die Befallsdichte sind nur sehr bedingt möglich, da diese Faktoren sehr von der Witterung im Frühjahr abhängig sind. In Franken erfolgten zuletzt 2004/2005 großflächige Pflanzenschutzmaßnahmen aus der Luft.

Beim Schwammspinner führt bereits ein einmaliger Kahlfraß zu erheblichen Ausfällen und häufig zu einer Schwächung der Eiche in den Folgejahren. Bei Massenvermehrungen des Schwammspinners sowie kombiniertem Fraß mit anderen Schädlingen sind Bekämpfungsmaßnahmen zur Erhaltung der Bestände erforderlich. Der Beginn einer Massenvermehrung des Schwammspinners wird laut Prognose der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft ab 2010 in Franken erwartet.

Der Eichenprozessionsspinner kommt in Bayern und schwerpunktmäßig auf der Fränkischen Platte vorwiegend an der Stiel- und Traubeneiche vor. Er neigt besonders in Trockenjahren zur Massenvermehrung, wobei lichte Eichenwälder, Bestandsränder und Einzelbäume in warm trockenen Regionen oder Jahren bevorzugt werden. Seit 1995 ist ein enormer Dichteanstieg dieser früher als selten eingestuften Schmetterlingsart auch in Mittelfranken zu verzeichnen.

Beim Eichenprozessionsspinner kommt hinzu, dass die Haare an den Raupen dieses Schädlings eine akute gesundheitliche Gefährdung für Menschen darstellen. Die allergischen Reaktionen des Immunsystems können jedoch individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Zu den Symptomen gehören lokale Hautausschläge, Hautrötungen, leichte Schwellungen sowie starker Juckreiz.

Weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner finden sich im Internet unter:
www.eichenprozessionsspinner.org




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Zuletzt geändert am 20.01.2010.

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