(PM vom 13.05.2009)
Regierungsvizepräsident Dr. Eugen Ehmann händigte heute in Eckental-Brand an Geschäftsührer Roland Scharrer und Prokuristin Gisela Fortmüller von der Autohaus Georg Scharrer KG das OHRIS-Zertifikat aus.
Die Autohaus Georg Scharrer KG ist ein mittelständisches Unternehmen mit ca. 65 Mitarbeitern, davon 11 Auszubildende. Die Standorte befinden sich in Simmelsdorf, Hersbruck-Altensittenbach und Eckental-Brand. Schwerpunkte des Autohauses sind Service sowie Verkauf von Gebraucht- und Jahreswagen.
„Das Autohaus Scharrer gehört in Mittelfranken zu einem Kreis von 44 fortschrittlichen Unternehmen, die mit dem Arbeitsschutzmanagementsystem OHRIS (Occupational Health- and Risk-Managementsystem) ein wirkungsvolles und innovatives Instrument zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und der Anlagensicherheit am Arbeitsplatz besitzen“, so Dr. Ehmann.
Mit OHRIS Mängel entdecken und abstellen
OHRIS ist das von der bayerischen Gewerbeaufsicht zusammen mit der Industrie entwickelte Managementsystem für Arbeitsschutz und Anlagensicherheit. Damit können Unternehmen systematisch mögliche Ursachen für Störungen in der Produktion sowie Mängel in der Ablauforganisation und in Verfahrensanleitungen entdecken und abstellen. Systemprüfung und Zertifikat sind kostenfrei. OHRIS erfüllt nationale und internationale Richtlinien für Führungssysteme im Arbeitsschutz. Mit OHRIS findet ein Paradigmenwechsel im Arbeitsschutz statt: "Weg von der staatlichen Kontrolle, hin zu mehr Eigenverantwortung."
In Deutschland hat der Arbeitsschutz ein anerkannt hohes Niveau erreicht. Dennoch ereignet sich a lle 25 Sekunden ein Arbeitsunfall, der mehr als drei Tage Arbeitsunfähigkeit nach sich zieht. Dabei haben Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen heute häufig keine technischen Ursachen mehr, zunehmend ist „menschliches Versagen“ die Unfallursache. In der gewerblichen Wirtschaft werden jährlich rd. 1,1 Mio. Arbeits- und Wegeunfälle registriert und allein 533 Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang im Jahr 2008.
Vorteile für Beschäftigte und Unternehmen
Mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz bedeutet für die Unternehmen weniger Ausfallzeiten der Beschäftigten und dadurch weniger Stillstand der Maschinen und Anlagen. Durch OHRIS werden daher nicht nur der Arbeitsschutz und die Anlagensicherheit optimiert, sondern es können auch Kosten gesenkt werden.
Zuschüsse und Beratung
Um kleinere und mittlere bayerische Betriebe mit zehn bis 250 Beschäftigten zur Einführung eines Arbeitsschutzmanagements zu ermutigen, stellt der Freistaat Bayern auch im Jahr 2009 Fördergelder zur Verfügung. Unternehmen können Zuschüsse von jeweils 5.000 Euro erhalten, wenn sie das Arbeitsschutzmanagementsystem OHRIS eingeführt haben und dadurch die Sicherheit und der Gesundheitsschutz im Betrieb nachhaltig verbessert wurden.
Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung unterstützt durch eine kostenlose Beratung die Einführung und Anerkennung eines betriebsspezifischen Arbeitsschutzmanagementsystems. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.lgl.bayern.de Rubrik "Arbeitsschutz" oder durch die Regierung von Mittelfranken – Gewerbeaufsichtsamt, Herr Neubig, unter der Rufnummer 0911/928-2865.
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